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BIOGRAPHIE

Das Morpheus Quartett wurde 2011 gegründet und vereint vier sehr unterschiedliche Persönlichkeiten. MinJung Kang, Wolfram Korr (alternierende Violinen), Chang-Yun Yoo (Viola) und Uwe Hirth-Schmidt (Cello) haben all das gemein, was schon hunderte Male in Solisten-Biographien geschrieben wurde: unzählige Wettbewerbserfolge, die Zusammenarbeit mit anderen Top-Instrumentalisten etc. etc. gemein, vor allem aber und das muß die erste Motivation für jeden sein, der mit diesen Qualifikationen einen solch abenteuerliches Leben wagt, teilen sie eine tiefe Faszination für Musik.

Die Braunschweiger Zeitung zuletzt: "da passte einfach alles - lupenreine Intonation bis in höchste Höhen, punktgenaues Zusammenspiel, filigrane Pianissimo-Passagen und kraftvolle dramatische Ausbrüche". Das Quartett hat wichtige Impulse u.a. der Prof. Meissl (Artis Quartett), Beyerle (Alban Berg Quartett), Höbarth (Quatuor Mosaïques), Schlichtig (Cherubini Quartett) und Ferenc Rados erhalten und u.a. in Wien, Paris, Manchester, Vilnius und in Berlin konzertiert.

Der Zugang dieses Ensembles ist ein bißchen anders als man es normalerweise von einem Streichquartett erwartet, denn das Morpheus Quartett arbeitet nicht mit dem Ziel, die Musik streifenfrei sauber zu spielen. Kammermusik - und innerhalb dieser: Streichquartette - repräsentiert normalerweise den Gipfel der Kunst jedes Komponisten. Es ist eine Lebensaufgabe, alles über diesen unaussprechlichen Reichtum herauszufinden und geht weit über Intonation, Synchronisation und Balance hinaus. Die Musik muß frisch gehalten werden, für die Ausführenden wie für das Publikum. Diese Maximen haben ihren Preis, denn nichts ist schwerer als das Recht auf eine koexistierende aber differierende Meinung bei einer Angelegeheit von tiefster Wichtigkeit für einen selber zu akzeptieren.
Und wo gerade von Akzeptanz gesprochen wird: hier ein paar Schlüsseldetails über Mitglieder des Morpheus Quartetts für den Fall, daß der geneigte Leser tatsächlich Vergnügen beim Studieren von Musiker-Biographien hat.



MinJung Kang
debütierte neunjährig mit dem  Seoul Youth Philharmonic und hat seither das Publikum in Asia, America und Europe auf Bühnen wie Philharmonie und Konzerthaus Berlin, Gasteig und Herkulessaal München, Schloss Elmau, Ntl.Hall Taipei und Seoul Arts Ctr.Hall gefesselt. "1st class performance", um nur eine überschrift der Baltimore Sun zu zitieren. Sie trat mit dem Bayerischer Rundfunk Sinfonieorch., Münchner Kammerorch., Kammerakademie Potsdam, Jeunesse Musicale World, Amadeus Radio Chamberorch., Taipei Symphony, KBS Symphony & Seoul Philharmonic, im TV, Radio und CD auf. Top-Preise und Publikums-Auszeichnungen u.a. bei ARD, Taipei, Postacchini, Dong-A, Concert Artists Guild, Friedberg Prize, Wun-Pa Prize als Instrumentalistin des Jahres. Sie musizierte mit Mitgliedern des Tokyo String Quartets, des Chung Trios, des Peabody Trios, den Salzburger Solisten und der Berliner Philharmoniker und erhielt Einladungen zu verschiedenen Musikfestivals u.a. dem Rheingau Musik Festival. Sie war stellv. Konzertmeisterin an der Komischen Oper Berlin und unterichtet an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Wolfram Korr begann mit viereinhalb Jahren Violine zu spielen und gab erste Konzerte mit neun Jahren. Er ist Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe, erhielt 2005 den Sonderpreis der Max-Grünebaum-Stiftung und ist als Solist, Konzertmeister und Kammermusiker in ganz Deutschland gefragt. Konzertreisen führten ihn bis nach Australien und die USA. Rundfunkproduktionen, CD-Aufnahmen und regelmässige Konzerttätigkeit runden sein Schaffen als Violinist ab. Daneben arbeitete Wolfram Korr als Moderator, Komponist und Bühnenmusiker, u. a. mit Popstars wie George Michael und Theaterregisseuren wie Thomas Ostermeier und Frank Castorf zusammen.

Chang-Yun Yoo studierte bei Prof. Hartmut Rohde an der Universität der Künste in Berlin und gewann etliche Viola-Wettbewerbe in Südkorea sowie zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben, u.a. Kammermusikwettbewerb der Hochschule der Künste Berlin, Charles-Hennen-Wettbewerb. Er war Solobratscher im Museumsorchester Frankfurt, Vorspieler der Hamburger Philharmonikern, der Philharmonie Gran Canaria und der Dessauer Philharmonie. Seit 2007 arbeitet er freiberuflich als Konzert-, Kammer- und Barockmusiker mit renommierten Ensembles wie der Potsdamer Kammerakademie, der Kammerphilharmonie Bremen, dem Ensemble Resonanz Hamburg, dem Berliner String Ensemble, dem Electric Light Orchestra u.a. Dem Bereich der Neuen Musik widmet er sich seit 2008, er spielt in den Ensembles Work in Progress, Asianart Ensemble und Ensemble Courage Dresden und komponiert Filmmusik, beispielsweise für "Zwei in mir", "Das Zimmer", "A Lucky Day", "Der Ekel" und "Kleine Veränderung".

Uwe Hirth-Schmidt trat in der Carnegie Hall, Lincoln Ctr., Berlin Philh. & Konzerthaus, Hamburg Musikhalle, Munich Philh., London Wigmore Hall, Brussels Philh. und Amsterdam Concertgebouw auf. Er erhielt Preise beim Bundeswettbewerb JM, Südwestd. Kammerwettb., Baden-Baden Intl., Offenburger Musikpreis, Caltanissetta, Trapani, Folkwang , Deutscher Musikwettewerb. Die New York Times schrieb, sein "Jacques Thibaud Trio is the first string trio to have as major career...success is sure to come to them". Er nahm 6 CDs und Produktionen mit WNYC, Voice of America, WQED, NPR Perf.Today, St.Paul Sunday, KUHF, Radio Bremen, RBB/SFB, NDR auf, gab Meisterkurse in Princeton, Cornell, MIT, UCLA, Duke, Carnegie Melon, Johns Hopkins, Rice und Festivals wie Musica Mundi Brüssel. Als Solist bedachte ihn die Berliner Morgenpost mit einer Cellokonzert-Wunschliste und lobte, wie schon sie NY Times, seine musialische Autorität. Er spielt mit den Salzburger Solisten und anderen Ensembles.